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Jeder kennt die Namen Titan, Chirurgenstahl und PTFE, wenige jedoch PMFK wenn es um Piercings geht.

Aber was steckt dahinter? Warum sind diese Stoffe die Grundlage für Piercingschmuck? 

Was davon ist gut, was ist schlecht, wo liegen die Vor- und Nachteile? 

-> All das wird hier mal genau erklärt. Klar und verständlich.

 

 

 

1. Titan G23 (Grad 23)

Titan ist ein sehr hochwertiges und spezielles Metall, welches durch seine spezielle Legierung (Ti6AL4V Eli) eine bemerkenswerte Langlebigkeit und außerordentliche Körperakzeptanz aufweist (Titan ist nickelfrei). Titan wird aufgrund seiner Biokompatibilität häufig als Material für Implantate im medizinischen Bereich verwendet (z.B. Schrauben und Platten) und bietet sich dadurch besonders als Piercingschmuck für den Ersteinsatz an. Wir nehmen daher am liebsten sterile Titanpiercings für den Ersteinsatz nach dem Piercen.

Darüberhinaus ist Titan Nickelfrei (nickelfreie Legierung) und hat deshalb ein ausgesprochen geringes Allergiepotential.

Weiters wurde festgestellt, dass Titanpartikel (Absonderungen) nicht toxisch (giftig), also nicht gesundheitsschädigend sind, die bei Titan entstehende Oxydschicht bietet außerdem eine höhere Korrosionsresistenz als Chirurgenstahl und somit eine höhere Verträglichkeit in, auf und unter der Haut.

 

Zudem ist Titan um ca. die Hälfte leichter als Chirurgenstahl und daher an vielen Stellen des Körpers angenehmer zu tragen, da es weniger Gewicht hat. Speziell bei Piercings wie Zunge, Intim & Brust ist der Gewichtsunterschied zu Chirurgenstahl 316L spürbar.

Speziell bei gedehnten Piercings wie einem Prinz Albert oder den äußeren Labien, ist dies von enormem Vorteil.
Die Art und Weise, in der Titan bearbeitet wird, garantiert eine hochpolierte Oberfläche des Materials.
Jedoch ist Titan von seiner Farbe her stets dunkler als Chirurgenstahl, welches zum Teil fast so stark glänzt wie Edelstahl.

Titan hat eine schöne Farbe, Silber grau glänzend und ist edel anzusehen. Es ähnelt Platin in seiner Farbgebung.

 

Titan ist nicht magnetisch und kann bei einem MR oder CT ohne Probleme im Körper bleiben. Auf einem Röntgenbild sieht man das Piercing, wenngleich es der Aufnahme und dem Röntgen nicht schadet.

Titan leitet Strom, dadurch muss man bei vielen OPs ein Titanpiercing entfernen. Obwohl dieses sich nicht erhitzen würde und die Gefahr die hier angesprochen wird gegen Null geht, schaffen es nur wenige Kunden sich gegen die Meinung eines Arztes durchzusetzen. Strom sucht sich den Weg des geringsten Wiederstand und stets den direkten Weg zum Abfließen. Somit ist es quasi ausgeschlossen, dass sich ein Titanpiercing bei einer OP erhitzt und zu Verbrennungen führt.

Hier könnte das Ändern der Elektroden von Gleichstrom auf Wechselstrom 100% Abhilfe schaffen, aber dazu sind die meisten Ärzte und Krankenhäuser schlicht nicht gewillt.

 

-> Für uns im Piercingstudio ist Schmuck aus Titan das non plus Ultra und eines der besten und meist genutzten Materialien.


 

2. Chirurgenstahl 316L:

Wir verwenden bei Chirurgenstahl ausschließlich 316L und 316LVM-Chirurgenstahl bei unserem Schmuck (bei dem die Nickelabsonderung unter 0,01 % MG/CM2/Woche liegt). Somit werden die anerkannten Kriterien der EU-Nickel-Verordnung und dem BGBI II entsprechend Folge geleistet.

Als Ersteinsatz verwenden wir kein Chirurgenstahl, nur Titan,  jedoch kann nach Abheilung bedenkenlos Piercingschmuck aus Chirurgenstahl verwendet werden.

Leider findet man auf dem Piercingmarkt viele billige rostfreie Stahl Piercings, die im Preis erheblich günstiger allerdings qualitativ minderwertiger sind.

Die Qualität ist weit von Chirurgenstahl 316L entfernt. Gerade bekannte Marken die direkt aus Thailand ihre Piercings zu Schleuderpreisen auf den Markt werfen sind hier gemeint.

Diese billigen schlechten Stahllegierungen, rufen nicht nur bei nickelsensitiven Personen allergische Reaktionen hervor, sondern auch unempfindliche Kunden reagieren nach einiger Zeit mit schweren Reaktionen auf diesen Schmuck.  Natürlich erfüllen diese billigen Stahl Piercings nicht die Kriterien der EU Nickelverordnung. Dennoch werden sie bei den bekannten Accessoires-Anbietern immer wieder verkauft und sogar als 316L oder Medical Steel angepriesen. Diese  billigen Materialien sollten gemieden werden, man sollte wirklich nur beste Qualität für seinen Körperschmuck kaufen.

 

Unsere Zangen im Piercingstudio sind im Übrigen aus Chirurgenstahl 316L und können daher bestens desinfiziert und sterilisiert werden.

 

Bei OPs empfehlen wir den Wechsel auf PTFE oder Titan, wie auch bei CT, MR und Röntgen.

Alle von uns vertriebenen Piercings unterliegen regelmäßigen Kontrollen nach EU- 
Richtlinien.



3. PTFE:

PTFE (Polytetrafluorethylen) hat eine äußerst gleitfähige und glatte Oberfläche, auf der fast keine Fremdsubstanzen, wie z.B. Wundsekrete kleben bleiben. PTFE ist bis zu Temperaturen bis 260 Grad Celsius erhitzbar, somit kann man PTFE bedenkenlos sterilisieren werden. Diese Eigenschaften erlauben Piercings aus PTFE als Ersteinsatz zu verwenden.

Der Vorteil von PTFE ist, dass es flexibel ist. Das heißt, es kann sich biegen und verformen. Daher ist es für Piercings wie die Brustwarze oder Bauchnabel gut geeignet. Bei Intimpiercings kommt PTFE auch gerne zum Einsatz, da es jeder Bewegung nachgibt.

Im Mund speziell der Lippe ist PTFE äußerst beliebt, dann man kann sich mit PTFE die Zähne, den Zahnschmelz und das Zahnfleisch schonen.

Im Mund bietet PTFE einen höheren Tragekomfort als andre Materialien.

PTFE kann beliebig gekürzt werden, was ein optimales Anpassen an jede anatomische Gegebenheit möglich macht.

Daher werden diese Piercings gerade bei Schwngerschaften gerne getragen, da sie sich dem Bauch anpassen.

Da PTFE nicht leitfähig ist, wird es auch bei jeglichen Operationen von unseren Kunden verwendet, denn das wird von den Ärzten bei OPs toleriert. Im Operationssaal oder auch beim Röntgen und im CT oder MR kann man sein PTFE Piercing stets tragen.

PTFE ist nicht Magnetisch!!




 4. PMFK:

Der Hightech - Kunststoff der Extraklasse 
Seit Jahren finden Kunststoffe ihre Anwendung in den unterschiedlichsten Bereichen unseres Lebens.
Gerade im medizinischen und klinischen Bereich gehören Kunststoffe heute zu den unverzichtbaren Arbeits- und Hilfsmittel im Bereich der Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Man denke nur an Kanülen, Fäden, Implantate uvm.

Das PMFK besticht unter anderem durch seine enorm hohe Elastizität und Temperaturresistenz, es ist auch in seiner Farb- und Formgebung eines der variantenreichsten Kunststoffprodukte, welches die Branche an Neuentwicklungen hervorgebracht hat.

Die neu entwickelten Techniken haben es ermöglicht, transparente (durchsichtige) Farben herzustellen, die unter Verwendung unbedenklicher Farbmittel und auf Grund der spezifischen Eigenschaften des Materials den besonderen Anforderungen im Körpereinsatz gerecht werden. Was so viel heißt wie: die Farbelemente im PMFK sind fest im Material gebunden und nicht herauslösbar. Also migrationsecht. D.h. die Farbe bleibt im Material wie sie ist und löst sich nicht heraus. Ein Abfärben ist ausgeschlossen.

Dies ist bei Kunststoffen der früheren Generation nicht immer möglich gewesen, da 
diese Kunststoffe zur Einfärbung mit Farbkörpern versetzt wurden, was äußerst ungesund war. Diese Farbmittel sind meist nicht im Kunststoff gelöst, sondern nur darüber gezogen, und konnten so abbröckeln oder abfärben bzw. ausfärben.
Somit besteht die Möglichkeit, dass diese Kunststoffe migrieren also nachweisbar 
heraustreten, was sie für den professionellen Körpereinsatz denkbar ungeeignet macht.


Alle PMFK - Spezialeinfärbungen und Transparentfarben sind hingegen völlig migrationsecht und dadurch absolut unbedenklich bei der Verwendung am Körper. 

Alle genannten Voraussetzungen führen dazu, dass man aus PMFK nicht nur Labrets und Barbells, sondern auch formstabile Bananen Barbells und BCR-Klemmkugelringe herstellen kann, sogar Segmentringe sind erhältlich. Das geringe Gewicht und die Elastizität vom PMFK ist ein weiterer Vorteil von diesem Kunststoff.

Die durchsichtige Variante des PMFK nennt sich auch „Unsichtbares Piercing“ bzw. „Invisible Piercing“ und ist daher bei vielen Kunden, die im Alltag kein Piercing sichtbar tragen dürfen sehr beliebt. Man spricht von sogenannten Piercing Retainern.

 

PMFK kann man wie PTFE problemlos kürzen und mit einem Gewinde versehen. So kann man auf jede anatomische Gegebenheit beim Kunden reagieren und den Schmuck individuell anpassen.

 

Da PMFK nicht leitfähig ist, wird es auch gerne bei jeglichen Operationen von unseren Kunden verwendet, denn das wird von den Ärzten bei OPs toleriert. Im Operationssaal oder auch beim Röntgen und im CT oder MR kann man sein PMFK Piercing stets tragen.

PMFK ist nicht Magnetisch!! PMFK ähnelt hier dem oben genannten PTFE.



5. PMMA:

PMMA (UV) bzw. Acryl war einer der ersten Kunststoffe des 20.Jahrhunderts, der erfolgreich als Glasersatz in Flugzeugen und Automobilbau und Bootsbau eingesetzt worden ist. 
PMMA ist besser bekannt unter den Namen Acrylglas oder Plexiglas.

Da PMMA UV aktiv ist, leuchtet es im Schwarzlicht bzw. UV-Licht, also in der Disco. Das macht es bei vielen Kunden sehr beliebt.

Da PMMA nicht leitfähig ist, wird es auch gerne bei jeglichen Operationen von unseren Kunden verwendet, denn das wird von den Ärzten bei OPs toleriert. Im Operationssaal oder auch beim Röntgen und im CT oder MR kann man sein PMMA Piercing stets tragen.

PMMA ist nicht Magnetisch!! PMMA ähnelt hier dem oben genannten PTFE und PMFK.

Dehnschmuck und Spiralen sind in verschiedenen Farben in PMFK erhältlich und aufgrund ihrer Härte und des geringen Gewichts zum Dehnen von Piercings bestens geeignet.